Lexikon zum energiesparenden Bauen
Haacke gehört zu dem kleinen Kreis der 40 innovativsten Häuser der Welt, initiiert von der internationalen Energieagentur. 2004 attestierte das berühmte Fraunhofer-Institut für Bauphysik den bundesweit ersten erfolgreichen Praxistest für das Haacke-3-Liter- und das Haacke-Passivhaus nach EnEV.
Daher bietet Haacke heute im Standard ein Effizienzhaus 70 nach Energieeinsparverordnung 2009 an und garaniert Ihnen damit die Einhaltung der Förderkriterien der derzeit höchsten Förderstufe der KfW.
In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut wurde dieses kleine Lexikon zum energiesparenden Bauen entwickelt:
Energie-Einspar-Verordnung
Die seit 01.10.2009 gültige Energie-Einspar-Verordnung (EnEV 2009) regelt den Primärenergiebedarf eines Hauses, gemessen an der Gebäudebeheizung, -belüftung sowie Warmwasserbereitung. Für
viele Einsparmaßnahmen, die im Rahmen der EnEV von Bauherren geplant werden, stellen EU, Bund (Bafa und KfW) sowie Länder und Gemeinden eine Förderung in Aussicht.
Jahres-Primärenergiebedarf
Um Transparenz beim Vergleich zu erzielen, wurde mit der EnEV der Jahres-Primärenergiebedarf eingeführt. Er berücksichtigt nicht nur den Jahresheizwärme- und den Nutzwärmebedarf für die Warmwasserbereitung, sondern auch die Energieverluste des Wärmeversorgungssystems, die Hilfsenergie für Heizung und Warmwasser sowie den Energieverbrauch für die Erzeugung und Bereitstellung der Energieträger wie beispielsweise Gas, Öl, Strom oder Holz.
3-Liter-Haus
Ähnlich wie in der Automobilbranche wurde zum Vergleich des Primärenergiebedarfes ein schlüssiger Begriff gesucht. Im Hausbau machte man es fest am Bedarf von Heizöl, denn ein 3-Liter-Haus benötigt pro Quadratmeter und Jahr für Heizung und Lüftung weniger als 34 kWh. Und das entspricht dem Energiegehalt von drei Litern Öl. Bei anderen Energieträgern sind es 2,9 m³ Erdgas, 11,2 kWh Strom oder 7,1 kg Holz. Alle Häuser, die einen Primärenergiebedarf von bis zu 34 kWh/qm haben, können als 3-Liter-Haus bezeichnet werden. Ein Gebäude mit diesem Standard spart bis zu 70 Prozent Energie gegenüber der EnEV. Voraussetzungen sind hervorragender baulicher Wärmeschutz, wärmebrückenfreie Konstruktionen, eine dichte Gebäudehülle sowie kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung durch einen hocheffizienten Wärmetauscher. Allein die Lüftungswärmeverluste werden damit mindestens um
80 Prozent reduziert.
Effizienzhaus 70
(früher Effizienzhaus 55 nach EnEV 2007 bzw. KfW40 Haus) –
„Haacke-Standard“
Nach den Förderrichtlinien der KFW ab 01.10.2009 ist der Standard eines Effizienzhauses 70 erreicht, wenn der Primärenergiebedarf für Heizung, Lüftung und Warmwasser nachweislich weniger als 70 Prozent des vergleichbaren Referenzgebäudes nach EnEV 2009 beträgt.
Die Transmissionswärmeverluste dürfen nur 85 Prozent der Vorgaben des Referenzgebäudes nach EnEV 2009 erreichen. Damit verbraucht ein KfW-Effizienzhaus 70 mehr als 30 Prozent weniger an Energie als ein Haus nach EnEV 2009. Für diesen Gebäudestandard stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsverbilligte Darlehen bereit.
Effizienzhaus 55 (nach EnEV 2009)
Nach den Förderrichtlinien der KfW ab 01. Juli 2010 ist der Standard eines Effizienzhauses 55 erreicht, wenn der Primär-Energie-Bedarf für Heizung, Lüftung und Warmwasser nachweislich weniger als 55 Prozent des vergleichbaren Referenzgebäudes jeweils berechnet nach der Energie-Einspar-Verordnung 2009 (EnEV) beträgt.
Die Transmissionswärmeverluste dürfen nur 70 Prozent der Vorgaben des Referenzgebäudes nach EnEV 2009 erreichen.
Damit hat ein KfW-Effizienzhaus 55 mehr als 45 Prozent weniger Bedarf an Energie als ein Haus, welches die EnEV 2009 nur erfüllt.
Für diesen Gebäudestandard stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsverbilligte Darlehen und einen Tilgungszuschuss in Höhe von 5 % der Darlehnsumme zur Verfügung.
Haacke-Häuser, die energieoptimiert und ohne Abweichungen von unserer Leistungsbeschreibung auf einer gedämmten Bodenplatte gebaut werden, erfüllen das für das Effizienzhaus 55 geforderte Niveau für den Transmissionswärmebedarf in der Regel bereits ohne weitere Mehrkosten.
Die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geforderte Sachverständigen-Begleitung wird durch einen entsprechenden Prüfkatalog, der zwischen der KfW und der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) abgestimmt wurde, erfüllt.
Effizienzhaus 40 (nach EnEV 2009)
Nach den Förderrichtlinien der KfW ab 01. Juli 2010 ist der Standard eines Effizienzhauses 40 erreicht, wenn der Primär-Energie-Bedarf für Heizung, Lüftung und Warmwasser nachweislich weniger als 40 Prozent des vergleichbaren Referenzgebäudes jeweils berechnet nach der Energie-Einspar-Verordnung 2009 (EnEV) beträgt.
Die Transmissionswärmeverluste dürfen nur 55 Prozent der Vorgaben des Referenzgebäudes nach EnEV 2009 erreichen.
Damit hat ein KfW-Effizienzhaus 40 mehr als 60 Prozent weniger Bedarf an Energie als ein Haus, welches die EnEV 2009 nur erfüllt.
Für diesen Gebäudestandard stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsverbilligte Darlehen und einen Tilgungszuschuss in Höhe von 10 % der Darlehnsumme zur Verfügung.
Haacke-Häuser, die energieoptimiert geplant werden, können durch entsprechende Verbesserungen der Gebäudehülle und Ergänzungen der haustechnischen Anlagen diesen Standard erreichen. Gerne arbeiten wir Ihnen ein entsprechendes Energiekonzept, welches auch Ihre individuellen Wünsche berücksichtigt, für Ihr geplantes Haacke-Haus aus.
Die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geforderte Sachverständigen-Begleitung wird durch einen entsprechenden Prüfkatalog, der zwischen der KfW und der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) abgestimmt wurde, erfüllt.
Passivhaus
Ein Passivhaus verfügt nicht mehr über ein konventionelles wassergeführtes Heizsystem. Die Wärmeverluste sind so stark verringert, dass passive Quellen wie Sonne, Abwärme der Raumluft, elektrische Geräte und der Mensch selbst einen Großteil der Wärme liefern. Die Passivhäuser besitzen immer eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Unterstützend sind eine Pellet-Heizung oder Wärmepumpe möglich.
Der Heizwärmebedarf beträgt nur noch maximal 15 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Passivhäuser erhalten die mittlere Förderstufe der KfW (KfW Effizienzhaus 55) und können auf Wunsch durch das Passivhaus-Institut zertifiziert werden.

